Angebot & Konzept
Schulsozialarbeit ist eine Form der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule und trägt zum Gelingen des Erwerbs und Ausbaus sozialer Kompetenzen sowie zur Verbindung von Bildung und Erziehung bei. Sie ist als professionelles sozialpädagogisches Angebot eigenständig und dauerhaft im Schulalltag verankert. Schulsozialarbeiter*innen sind an Grund- und weiterführenden Schulen tätig und arbeiten niedrigschwellig, präventiv sowie bedarfsorientiert mit Schüler*innen, Eltern und schulischen Akteur*innen.
Sozialräumliche Schulsozialarbeit versteht Schule als Teil eines größeren sozialen Umfeldes und erweitert den schulischen Auftrag um eine lebenswelt- und gemeinwesenorientierte Perspektive. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu fördern, indem ihre individuellen Lebenslagen und sozialen Bezüge über den Schulkontext hinaus berücksichtigt werden. Dazu werden tragfähige Netzwerke im Sozialraum aufgebaut und kontinuierlich gepflegt, insbesondere mit Familien, Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen sowie weiteren lokalen Akteur*innen.
Durch die sozialräumliche Ausrichtung trägt Schulsozialarbeit zur Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen bei und wirkt dem Entstehen bzw. der Verfestigung sozialer Benachteiligungen entgegen. Sie verbindet Einzelfallhilfe mit präventiven, gruppenbezogenen und gemeinwesenorientierten Ansätzen und zielt darauf ab, vorhandene Ressourcen im Sozialraum zu aktivieren und nachhaltig nutzbar zu machen. Kinder und Jugendliche werden dabei als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelten ernst genommen und in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt, indem sie bei der Entwicklung eigener Ziele sowie bei der Gestaltung ihres sozialen Umfeldes begleitet und unterstützt werden.
Die rechtliche Verortung der Schulsozialarbeit erfolgt vorrangig im SGB VIII (u. a. §§ 8, 9, 11, 14, 29 und § 81) sowie im Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern (§§ 40, 59, 59a). Ergänzend bilden die Handlungsempfehlungen und Förderrichtlinien des Landesamtes für Gesundheit und Soziales M-V (LaGuS) die Grundlage für die inhaltliche Ausgestaltung, Zieldefinition und Umsetzung der sozialräumlichen Schulsozialarbeit. Diese betonen insbesondere den präventiven Charakter, die Vernetzung im Sozialraum sowie die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe als zentrale Qualitätsmerkmale.
Zielgruppe
Schulsozialarbeit und sozialräumliche Schulsozialarbeit richtet sich an Schüler*innen an Grund-, Regional-, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufliche Schule im gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und Neubrandenburg.
Leistungen
- Beratung für Schüler*innen, Eltern, Sorgeberechtigte und Fachkräfte an Schulen
- Einzelfallarbeit zur mittel- und langfristigen Förderung und Unterstützung der Schüler*innen
- themenbezogene Projekt- und Gruppenarbeit bspw. zur Prävention, Aufklärung und Bildung, Partizipation, Teilhabe, Entwicklung von sozialen Kompetenzen
- Unterstützung von Berufs- und Lebensorientierung
- Angebote zur Erleichterung/ Gestaltung von Übergängen
- Netzwerkarbeit
- Mitwirkung an Schulentwicklung
- Gremienarbeit
Ziele
- Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung der Schüler*innen unter Berücksichtigung der individuellen Lebenslagen
- Abbau von Benachteiligungen und Förderung von Kompetenzen der Schüler*innen
- Umsetzung des Kinderschutzes
- Unterstützung bei der schulischen Berufsorientierung
- Erleichterung von Übergängen in und aus der Schule in andere Einrichtungen
- Erhöhung der Ausbildungsfähigkeit und späteren Integrationschancen auf dem Arbeitsmarkt
Rahmenbedingungen
- An allen Standorten sind ausgebildete sozialpädagogische Fachkräfte tätig.
- Alle Fachkräfte nehmen zur Qualitätssicherung ihrer Arbeit jährlich an mindestens drei Weiterbildungen teil.
- Den Mitarbeiter*innen stehen separate Büros in der Schule zur Verfügung.
- Darüber hinaus können weitere Räumlichkeiten im Schulgebäude für Gruppenarbeiten oder Projekte sowie die Räumlichkeiten der AWO Vielfalt MSE an allen Standorten genutzt werden.
- Seit dem Jahr 2017 setzt sich das Team der Schulsozialarbeit gemeinsam mit dem NDC (Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.) mit den Themen sozialer Ungleichheiten auseinander.
Gefördert durch:

Kontakt
Ansprechpartnerin: Frau Patz
Telefon: 03981/ 256938
E-Mail: schulsozialarbeit@awo-vielfalt.de